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Schutz gegen Abzocke: Experten warnen: Das sind die schlimmsten Verbraucher-Fallen

Deutschlands Verbraucherschützer wissen genau, wo die größten Gefahren für Verbraucher lauern. Das Ranking der fiesesten Fallen. Und wie sich Konsumenten schützen.

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Nervende Werbe-Anrufe und Schnäppchenangebote per E-Mail kennt jeder. Die meisten Verbraucher legen in solchen Fällen allerdings meist schnell wieder auf oder werfen die Mail in den Mülleimer. Doch so handeln längst nicht alle, wie die Verbraucherzentrale Würzburg warnt. Die dortige „Mainpost“ nennt die häufigsten Verbraucherfallen für 2021– die wohl fürs ganz Bundesgebiet gelten dürften.

1) Abschluss von Energieverträgen am Telefon

Angesichts der aktuell explodierenden Energiepreise dürfen Abzocker mit hohem Verbraucher-Interesse für günstige Energie rechnen. Doch laut der Verbraucherzentrale Würzburg handelt es sich dabei oft um unseriöse und überteuerte Strom- und Gasverträge. Derartige Anrufe kämen immer noch vor, obwohl sie mit Bußgeldern belegt sind. Doch Verbraucher sind nicht wehrlos, selbst wenn sie am Telefon ein Angebot vorschnell angenommen haben. Seit Juli 2021 bedürfen solche Verträge der schriftlichen Form.

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Trotzdem sollten Verbraucher derartige Offerten ablehnen. Spätestens, wenn der Anrufer nach Zählernummer oder aktuellem Energielieferanten fragt, ist es Zeit, das Telefonat zu beenden.

Wer dennoch in die Falle getappt ist, kann sein 14-tägiges Widerrufsrecht nutzen – das gilt bei Abschlüssen am Telefon oder der Haustür. Sinnvoll ist, den Widerruf dem neuen Lieferanten schriftlich zu senden. Das kann per Fax oder Einschreiben geschehen.

 

2) Überteuerte Handyverträge

Manche Mobilfunkunternehmen ködern Konsumenten mit vermeintlich günstigen Neuverträgen. Auch solche Verträge bedürfen der Textform. Deshalb können Verbraucher auch in diesen Fällen ihr Widerrufsrecht nutzen. Damit das gar nicht erst nötig wird, sollten sich Mobilfunknutzer vor Auslaufen ihres bisherigen Vertrags genau überlegen, welcher künftige Vertrag am besten zum eigenen Profil passt. Danach sollten sie Online-Tarifvergleiche nutzen – das schützt davor, überteuerte Verträge zu unterschreiben.

3) Immer mehr Online-Fake-Shops

Gefälschte Internet-Shops, die Kunden eine seriöse Abwicklung nur vorgaukeln, ist laut den Verbraucherschützern ebenfalls ein Riesenproblem. Dabei gehen die Betrüger vielfach clever vor und kopieren die Original-Shops sehr geschickt. Verbraucher sollten misstrauisch werden, wenn sie in einem Online-Shop auf sehr günstige Markenware stoßen. Das gilt gerade für Smartphone und andere Elektrogeräte. Und niemals Ware im Voraus bezahlen!

Verbraucher können sich im Impressum des angesurften Shops genau über den Anbieter informieren. Ein Tipp der Verbraucherschützer: Die Texte in Fake-Shops strotzen häufig vor Tippfehlern. Spätestens in solchen Fälle sollten Konsumenten misstrauisch werden. Außerdem wichtig: Kaufen Sie nichts in Shops, die eine Warenrückgabe komplett ausschließen.

 

4) Fallen bei Single-Börsen

Online-Single-Börsen boomen. Kein Wunder, dass Kriminelle diesen Trend ausnutzen.

Um sich zu schützen, sollten Interessierte das Kleingedruckte genau lesen. Ist das nur schwer zu verstehen, lautet der Tipp: Keinen Vertrag abschließen! Denn vermeintlich günstige Probeabos könnten sich bald als teure Falle entpuppen. Deshalb sei besonders wichtig, sich genau über Laufzeit und Kündigungsmöglichkeit zu informieren. Und niemals sogenannte Premium-Mitgliedschaften abschließen. Denn die können richtig teuer werden.

5) Inkasso-Forderungen genau prüfen

Auch beliebt sind Zahlungsaufforderungen vermeintlicher Inkasso-Unternehmen. Bevor sich Verbraucher unter Druck setzen lassen, sollten sie genau prüfen, ob die finanziellen Forderungen überhaupt berechtigt sind. Und selbst wenn sich die Mitteilung auf einen abgeschlossenen Vertrag bezieht, sollten Konsumenten prüfen, ob die Höhe der Forderung in Ordnung geht.

Allerdings ist auch klar: Wer seine Rechnungen über lange Zeiträume nicht zahlt, muss mit Inkasso-Maßnahmen rechnen. Ob die dabei erhobenen Zusatz-Gebühren angemessen sind, lässt sich bei den Verbraucherzentralen der einzelnen Bundesländer prüfen.

(Kostenpflichtige) Beratung nutzen

Grundsätzlich gilt: Wer sich bei abgeschlossenen Verträgen unsicher ist, sollte die Beratung der örtlichen Verbraucherberatung nutzen. Die kosten mitunter Gebühren – aber die Investition dürfte sich schnell rechnen, wenn Verbraucher so aus ungewünschten Verträgen rasch wieder herauskommen. Informationen gibt es beim Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv.

Auch im Video:

Fake-Shops prellen E-Bike-Käufer: Wie Sie sie entlarven und was Sie tun können

 

mbe

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#Immobilien #Recht #Aachen