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Gotha in Thüringen: Mit dem Tisch-Trick umgeht ein Wirt im Corona-Hotspot die Bundesnotbremse

Heute, 14.05.2021 | 16:02

Im thüringischen Gotha gilt die Corona-Notbremse. Der Landkreis hat mit über 200 den zweithöchsten Inzidenzwert in ganz Deutschland. Für die Gastronomie gibt es daher strikte Regeln. Doch der Gastronom Florian Mirhenn hat eine kreative Möglichkeit gefunden, wie er trotzdem weitermachen kann.

Gastronom Florian Mirhenn fühlt sich, wie viele seiner Kollegen, seit dem letzten Jahr von der Politik im Stich gelassen. Dem 36-Jährigen fehlt es an Perspektiven. Mirhenn betreibt den Landgasthof “Zur Krone” in Molschleben. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Gotha, ein von Corona besonders getroffener Landkreis in Thüringen.

Weil dort die 7-Tage-Inzidenz weiter über 200 liegt, gilt die Corona-Notbremse mit unter anderem strikten Regeln für Restaurants und Cafés: keine Außengastronomie und sogar eine 75-Meter-Sperrzone um Lokale, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Mit einer Idee hat Mirhenn nun aber eine Möglichkeit gefunden, die Corona-Regelungen zu umgehen, wie er FOCUS Online im Gespräch erklärt.

Mit dem Tisch-Trick umgeht ein Wirt im Corona-Hotspot die Bundesnotbremse

Wie das funktioniert? Die Gäste kaufen sich Essen “To Go” im Landgasthof und verspeisen es 75 Meter entfernt auf einer öffentlichen Wiese. Tische und Stühle können sie sich beim Landgasthof leihen oder sie bringen selbst welche mit.

Damit umgeht Mirhenn das Außengastro-Verbot und die 75-Meter-Sperrzone. Und die Idee scheint anzukommen. Zwar sei das Konzept sehr wetterabhängig, aber der Zuspruch der Menschen und die Reservierungen zeigten, dass das Interesse groß ist, so Mirhenn. Positives Feedback bekomme er neben seinen Gästen auch von anderen Gastronomen, die das Konzept nun ebenfalls umsetzen möchten.

Thüringer Gastronom: Viele Kollegen stehen vor Existenzverlust

Mirhenn erklärt weiter: “Wir Gastronomen müssen den Mut zusammennehmen, aufstehen, und das Wort erheben.” Viele seine Kollegen würden kurz davor stehen, ihre Existenz zu verlieren. “Das kann so nicht weitergehen.” Seine Botschaft an alle: “Sucht euch einen Weg, es gibt immer eine Möglichkeit. Aber bleibt friedlich!”

 

Mirhenn wolle zudem der Politik zeigen, dass die Außengastronomie mit Einhaltung aller Regelungen und einem gut durchdachten Konzept wieder öffnen könne. Im Hinblick auf die nächsten Monate gibt sich der Gastronom zuversichtlich. Er habe sein Zeichen gesetzt und hoffe nun darauf, bis Mitte Juni wieder ein “richtiger Gastronom” sein zu dürfen.

 

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