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Wie immer ist die Wirklichkeit weder schwarz noch weiß und damit anders, als die Politik sie gerne ausmalt. Das gilt auch für die linke Gallionsfigur Sahra Wagenknecht und die Sache mit der Rente. In einem Gastbeitrag für FOCUS Online lobt sie das österreichische Rentenmodell, bei dem Rentnerinnen und Rentner deutlich besser wegkommen als in Deutschland.

Wagenknecht schreibt: „Österreich ist ein Beispiel für ein funktionierendes Rentensystem in einem Land, dessen Demographie sich nicht allzu sehr von der unsrigen unterscheidet.“ Und sie meint auch das „das Geheimnis des österreichischen Modells“ ausgemacht zu haben: Es liege in seiner Finanzierungsbasis. „In Österreich sind nahezu sämtliche Erwerbstätige in die Renten einbezogen – auch Selbständige und Beamte. Selbst Politiker zahlen ganz normal in die Rente ein.“ Ein Durchschnittsrentner erhalte so 800 Euro mehr im Monat als in Deutschland.

Felix Austria? Österreich hat Mindestrente, aber auch hohe Mindestwartezeit

Glückliches Österreich also? Der Faktencheck sagt etwas anderes. Unternommen haben ihn Birgit Alshut-Mann und Reinhold Tiede. Die eine kümmert sich bei der Deutschen Rentenversicherung Bund um Rechtsfragen, der andere ist für „Forschung und Entwicklung“ zuständig – auch das gibt es bei der Rentenversicherung.

Beide stellten in einer Präsentation aus dem Jahr 2017, die inzwischen mehrfach aktualisiert ist, unumwunden fest, dass an der Behauptung in Österreich laufe es besser, etwas dran sei. Allerdings nur auf den ersten Blick: Bei 1231 Euro liegt die monatliche Durchschnittsrente in der Alpenrepublik. Rechnet man ein, dass sie zudem 14 Mal ausbezahlt wird, kommt man sogar auf 1436 Euro. Dem gegenüber stehen in Deutschland nur 909 Euro. Zudem gibt es in Österreich eine Mindestrente, hierzulande aber nicht.

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Doch der Faktencheck der Experten geht tiefer – und kommt zu einem ausgewogeneren Ergebnis. Da ist zunächst die Mindestwartezeit: In Österreich muss man mindestens 15 Jahre eingezahlt haben, bevor ein Rentner auch nur einen Cent aus der Rentenkasse bekommen kann, was hart sein kann für die Betroffenen. In Deutschland sind es nur fünf Jahre. Das wirkt sich auf die Durchschnittsrente aus, weil ein Teil der niedrigen Renten, die in Deutschland bezahlt werden, in Österreich schlicht unter den Tisch fallen. Allerdings erklärt das allein lange nicht den großen Unterschied beim Rentenniveau.

Was Wagenknecht nicht sagt: Österreicher haben bei der Rente höhere Beitragssätze

Dafür haben die Experten der Rentenversicherung drei weitere Gründe identifiziert. Der wichtigste: Die Österreicher zahlen mehr in ihre Altersvorsorgekasse ein. Der Beitragssatz liegt mit 22,8 Prozent und damit deutlich über dem in Deutschland von 18,7 Prozent. Während sich den Beitrag hierzulande Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte teilen, trägt der Arbeitgeber in Österreich mit 12,55 Prozent einen höheren Anteil als der Arbeitnehmer, der 10,25 Prozent zahlt. Die Lohnnebenkosten steigen damit, was Arbeitgeber dazu veranlasst, es sich mehrmals zu überlegen, bevor sie einen neuen Kandidaten oder eine Kandidatin einstellen. Aus deutscher Sicht spricht das gegen das österreichische Modell.

Zweitens: In Österreich zahlen zwar anders als von Wagenknecht behauptet, nicht alle Beamten in die Rente ein, aber doch die meisten Selbständigen und Politiker. Dadurch ist der Anteil der Beitragszahler im Erwerbsalter in Österreich mit 71 Prozent höher als in Deutschland, wo er 64 Prozent beträgt. Auf je mehr Schultern das System ruht, um so mehr kann es am Ende an die Rentnerinnen und Rentner auszahlen. In Deutschland wehren sich allerdings Politiker und Selbständige bisher erfolgreich dagegen, ein Pflichtbeitrag zu entrichten. Auch die deutschen Beamten winken ab. Sie sind in Deutschland im Alter mit ihren Pensionen besser dran als die Rentner. In Österreich ist dieser Unterschied inzwischen weitgehend eingeebnet.

In Österreich werden die Renten voll besteuert

Schließlich Grund Nummer drei: „Die Österreicher haben eine deutlich bessere demografische Struktur“, stellen die beiden Experten der Rentenversicherung fest. Auf einen Menschen im Rentenalter kommen im Nachbarland 3,4 Personen im Erwerbsalter, in Deutschland sind es 2,9. Dahinter steckt weniger die Lust am Kinderkriegen, die in Österreich ausgeprägter ist, als vielmehr eine höhere Zuwanderungsquote, die das Renten-System erst einmal stabilisiert hat. Nachhaltig ist dieser Faktor allerdings nicht, denn irgendwann gehen auch die ins Alpenland Eingewanderten in den Ruhestand und beziehen selbst eine Rente, die dann andere aufbringen müssen.

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Neben diesen grundsätzlichen Unterschieden gibt es Differenzen im Detail, die die Vergleichbarkeit des deutschen mit dem österreichischen System erschweren. So gibt es in Österreich keine in die Sozialversicherung integrierte Pflegeversicherung. „Das kann später vieles relativieren, was zunächst auf dem Papier steht“, sagen die Experten. Außerdem werden in Österreich die Renten voll besteuert, in Deutschland derzeit auf dem Papier nur zu 74 Prozent, de facto kommen viele Rentner ganz um die Steuer herum. Letzter Punkt: Wer in Österreich vorzeitig in Rente geht, muss höhere Abschläge hinnehmen, wer länger arbeitet, erhält geringere Zuschläge als in Deutschland.

Auch österreichische Abgeordnete zahlen in gesetzliche Rentenversicherung ein

In einem Punkt allerdings hat Wagenknecht unzweifelhaft Recht und der betrifft auch noch sie selbst: Deutsche Abgeordnete zahlen im Gegensatz zu ihren österreichischen Kollegen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Sie erhalten dennoch eine üppige Altersvorsorge: Der Bund der Steuerzahler hat ausgerechnet, dass schon nach einem Jahr im Bundestag Abgeordnete Anspruch auf 233 Euro Pension pro Monat haben. Nach zehn Jahren im Parlament gibt es mehr als 2000 Euro im Monat für die Politiker.

Knapp 5000 Euro ist die Spitzenrente, die Bundestagsabgeordnete nach 23 Parlamentsjahren bekommen. In jedem der 16 Bundesländer gibt es darüber hinaus eigene Abgeordnetengesetze, die die Landtagsabgeordneten ebenfalls nicht zu knapp im Alter bedenken. Die Linke hat einen Gesetzentwurf eingebracht, um das zu ändern. Bisher ohne Folgen.

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Der Beitrag “Österreicher bekommen 800 Euro mehr – doch das “Renten-Paradies” hat einen Haken” stammt von WirtschaftsKurier.

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