Immer mehr Unternehmen ziehen Konsequenzen aus Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Sie schränken ihre Geschäfte dort ein oder ziehen sich komplett zurück. Nun zieht sich auch Domino’s Pizza vollständig aus Russland zurück.
Die Fast-Food-Kette Domino’s Pizza schließt alle ihre Filialen in Russland. Bereits im vergangenen Jahr haben sich zahlreiche US-Giganten aus Russland zurückgezogen, darunter große Ketten wie McDonald’s oder Starbucks. Nun folgt Domino’s Pizza – und macht seine 142 Filialen in Russland dicht.
Das Unternehmen DP Eurasia, dem die Franchise-Rechte für die Marke Domino’s Pizza in Russland, der Türkei, Aserbaidschan und Georgien gehören, teilt mit, dass es für seine russische Einheit DPRussia Insolvenz anmelden werde.
Die finanziellen Auswirkungen seien bislang noch unklar, hieß es in der Stellungnahme weiter.
Domino’s Pizza mit 142 Filialen der drittgrößte Pizza-Service in Russland
Der Grund für den Rückzug westlicher Unternehmen aus Russland ist der Angriffskrieg, den Präsident Wladimir Putin am 24. Februar 2022 gegen die Ukraine gestartet hat. Einige Unternehmen beziehen mit ihrem Rückzug Stellung, das Risiko für Geschäfte im Land ist allerdings auch seit vergangenem Jahr enorm gestiegen.
So haben westliche Unternehmen in Russland aufgrund der verhängten Sanktionen einen schwierigen Stand. In einigen Fällen hat der Kreml auch die Kontrolle über lokale Vermögenswerte von Firmen übernommen, etwa bei den russischen Töchtern vom dänischen Brauer Carlsberg und dem französischen Joghurthersteller Danone. Zudem ist es wesentlich schwieriger und kostspieliger, die russischen Geschäfte zu verkaufen.
Domino’s Pizza ist mit seinen 142 Filialen der drittgrößte Pizza-Lieferservice in Russland. Schon im Dezember 2022 hatte DP Eurasia angekündigt, seinen Standort zu überprüfen und dass die Arbeit an einem potenziellen Verkauf im Gange sei. Nun ist klar, dass das US-Unternehmen Russland vollständig den Rücken kehrt.
Von Gianluca Reucher
Zum Autor
#Immobilien #Finanzen #Aachen